Haus der Demokratie an der Paulskirche in Frankfurt


Ideenwettbewerb: Am Weg im Baumhain ein Tisch.
In Zusammenarbeit mit Beuerlein/Baumgartner Landschaftsarchitekten, Frankfurt.
Demokratie entsteht in der Praxis und ist ein Prozess. Wir sind nicht Ohnmächtige, Opfer oder Kunden, sondern selbst Gestaltende, Handelnde.
Auf dem Paulsplatz ist die Paulskirche der Ort der Feier, des Vortrags, der Repräsentation mit Sprechstelle und Auditorium. In ihrer Konzeption und baulichen Fassung von 1948 wird sie ausdrücklich beibehalten.
Dazu kommt nun mit dem Haus der Demokratie der Ort der Diskussion, des Disputs, des Gestaltens als Tisch im Baumhain mit Speis und Trank. Es steht am „Weg“, der wichtigsten Fußgängerverbindung von der Hauptwache über den Römer zum Main. Der Baumhain ist offen für alle, am Tisch können alle Platz nehmen.
Das Foyer mit Empfang im südlichen Teil des Erdgeschosses ist sowohl vom Paulsplatz als auch von der Neuen Kräme durchgehbar und dient als Gelenk zwischen den Nutzungen des Hauses der Demokratie und dem Hauptzugang zur Paulskirche. Im Erdgeschoss unter dem „Baumdach“ befinden sich die öffentlichsten Nutzungen wie Labor und Multivision in Form des „Tisches“. Bewirtet wird der Tisch über seine ganze Länge durch das mittig liegende Café.
Die offene Treppe als Fortsetzung des Tisches in die oberen Ebenen ist selbst ein öffentlicher Ort.
In den oberen Ebenen, dem „Kronenbereich des Baumhains“, sind die Nutzungen für das spezieller interessierte Publikum untergebracht – Flächen für Veranstaltungen, Workshops und Ausstellungen, sowie die Bibliothek.
Auslober
Stadt Frankfurt am Main, Der Magistrat
Planungszeit
2025
Bausumme
78.000.000 EUR